asasdasd
asasdasd
DTRG
DTRG

News

Lebenssituation rumänischer Arbeiter in deutschen Schlachthöfen

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

Sehr geehrter Herr Laschet,

 

mit Überraschung und zugleich Enttäuschung haben wir Ihre Aussagen über die Rumänen und Bulgaren als Schuldige für das Desaster mit dem Corona-Virus bei der Firma Tönnies zur Kenntnis nehmen müssen. So einfach sollte man es sich allerdings nicht machen!

Da die Grenzen auch für die Rumänen ge-schlossen waren (vom 21.3.2020 bis 17.6.2020) konnten auch keine Bulgaren oder Rumänen nach Deutschland in dieser Zeit einreisen und damit auch kein Corona-Virus einschleppen. Sind hier Gesetze und Vorschriften umgangen worden? Die möglicherweise zuerst infizierten Rumänen waren also schon da als die zahlreichen Regelun-gen zur Vermeidung von Infektionen in Kraft traten. Sie haben sich also hier vor Ort infiziert.

Warum, fragt man sich, haben die Regeln der Distanzwahrung und des Tragens von Masken keine Wirkung für diesen Personenkreis gezeigt? Dies liegt wohl auch u.a. daran, dass es sicherlich Sprachprobleme gab und gibt und sie in engen Räumen zusammenleben und arbeiten. Letzteres hat wohl seinen Grund darin, dass sie Geld verdie-nen wollen, aber auch müssen, um ihre Familien zu ernähren. Mangels Alternativen in ihrer Heimat sind sie auf schlecht bezahlte Arbeiten und auch schwere Tätigkeiten angewiesen. Deshalb ist es auch verständlich, wenn sie möglichst viel Geld nach Hause an ihre Familien schicken können und nicht in hohe Mieten in Deutschland investieren müssen. Dafür sind sie auch bereit für eine längere Zeit zahlreiche Einschränkungen beim Wohnen zu akzeptieren, um möglichst viel von dem geringen Gehalt zu sparen.

Diese Situation war und ist den beteiligten Fir-men, aber auch den Behörden und der Politik bekannt. Sie haben zu lange die Augen ver-schlossen.

Die Rumänen sind fleißige Menschen, die ger-ne ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Dafür nehmen sie auch solche Zustände, wie bei Tönnies und anderswo, in Kauf und verdie-nen Hochachtung für diese Einstellung.

Nur weil Rumänen und Bulgaren Arbeiten machen, die aus dem deutschen Angebots-Po-tential offenbar nicht gedeckt werden können, sind sie nicht die Schuldigen am Corona-De-saster in Gütersloh.

Im Gegenteil, ohne Rumänen und Bulgaren könnte der deutsche Verbraucher sicherlich nicht so billiges Fleisch im Laden kaufen.

Wir als Verein möchten Rumänien bekannter machen damit das Negativimage aus der Pau-schalbeurteilungsschublade verschwindet. Die Rumänen haben Besseres verdient, als mit Ihrem Pauschalurteil als Schuldige bezeichnet zu werden. Übrigens, deutsche Firmen in Rumänien sehen Ihre Bewertung ebenso kritisch, wie wir und viele andere, die Rumänien und die Rumänen aus zahlreichen Besuchen schätzen gelernt haben.

Die Rumänen von Gütersloh sind die Opfer und - nicht die Schuldigen - verfehlter und ungenü-gender Handlungsweisen der beteiligten Firmen und Behörden bei der Eindämmung der Coro-na-Epidemie. Tragen Sie bitte Sorge dafür, dass die arbeitstechnischen und hygienischen Vorrausetzungen für die Verbreitung des Coro-navirus eingedämmt werden. Hier speziell durch saubere und keimfreie Lüftungen.

Wir fordern Sie auf, sich bei den rumänischen Landsleuten im Gütersloher Betrieb und der restlichen Fleischindustrie zu entschuldigen. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Lobin

Vorsitzender

Praktikumsbericht

Fünf unvergessliche Wochen in Hermannstadt/Rumänien

Anfang Februar 2020 hieß es für mich auf nach Rumänien. Dort sollte ich die nächsten fünf Wochen lang an einer Grundschule mein Eignungs- und Orientierungs-praktikum absolvieren. Von Dortmund aus ging es direkt mit dem Flieger nach Hermannstadt oder Sibiu, wie die Stadt im Rumänischen heißt.

Bereits der Blick aus dem Fenster war faszinierend: Blauer Himmel, Sonne und die Berge mit ihren weißen Spitzen. Noch vollkommen gefangen von diesem schö-nen Panorama, wurde ich von meiner Praktikumsmen-torin und einigen Kindern aus ihrer Klasse am Flughafen herzlich empfangen. Nach ungefähr 15 Minuten mit dem Auto hatten wir das Stadtzentrum erreicht. Wir brachten mein Gepäck zu meiner zentral gelegenen Unterkunft. Auch da wa­rtete schon mein Vermieter, der mir die Schlüssel für meine Wohnung übergab und mich herzlich willkommen hieß. Das alles auf Deutsch. Ich war über-rascht, wie präsent die Sprache in Sibiu noch ist. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung und einem Besuch auf dem Ratsturm durfte ich erstmals die rumänische Küche testen. Vieles war unbekannt und irgendwie schmeckte alles sauer. Ich habe mich jedoch sehr schnell an den neuartigen Geschmack gewöhnt und die Suppen und das eingelegte Gemüse werde ich in Deutschland vermissen.

Mein Eindruck nach dem ersten Abend war durchgehend positiv. Ich fühlte mich sofort angekommen. Und dies sollte sich auch im Laufe der Zeit nicht ändern.

Auch an der Schule gefiel es mir sehr gut. Vieles war anders. In Deutschland wäre es unvor­stellbar, mit 35 Kindern in einer Klasse zu sein. Vor allem weil die Räume eigentlich viel zu klein für die Klassengrößen sind. Auch die Ausstattung mit Materia-lien war an der Schule sehr gering. Eines war jedoch besonders auffällig: Die positive und trotz der Umstände, absolut enga-gierte Art der Lehrer. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis an meiner Schule in Sibiu war bei weitem persönlicher und vertrauter als das bei uns in Deutschland der Fall ist. Vielleicht liegt es auch mit daran, dass die Lehrer hier beim Vornamen genannt wer-den.  Während meiner Praktikumszeit durfte ich in den Unter-richt einer vierten Klasse hineinschnuppern. An der Schule gab es zwei Abteilungen, eine deutsche und eine rumänische. Die deutsche umfasste die Klassen null (Vorbereitungsklasse) bis vier. Die Kinder lernen in der Vorbereitungsklasse die Buchsta-ben des deutschen Alphabets und die Zahlen bis 20. Der Unter-richt ist noch sehr spielerisch angelegt, es ist viel Bewegung in der Klasse, es wird gesungen, getanzt und kreativ gearbeitet. Die Vorbereitungsklassen sind noch relativ neu im System. Ihre Notwen­dig­keit wurde im Kollegium unterschiedlich bewertet. Die Kinder sollen sich an die Schule annähern und in dem Schuljahr auf einen einheitlichen Wissensstand gebracht wer-den – vor allem in der deutschen Sprache.  

In der deutschen Abteilung der Schule werden alle Fächer auf Deutsch unterrichtet, die Schü­­ler haben lediglich drei Stunden Rumänisch in der Woche. Die Schüler der deutschen Abteilung wechseln nach der vierten Klasse auf eine weiterführende Schule. Wer sich für den Besuch der rumänischen Abteilung entscheidet, der bleibt bis zur achten Klasse an der gleichen Schule.

Der Leistungstand der Kinder in meiner Klasse war sehr hoch. Ihr umfangreicher Wortschatz im Deutschen hat mich verblüfft, vor allem, weil viele der Schüler und auch ihre Eltern keine deutschen Wurzeln haben. In ihren Fa-milien wird ausschließlich Rumänisch gesprochen. Vieles was in Deutschland erst auf der weiterführenden Schule behandelt wird, ist in Rumänien schon in der Grund-schule ein Thema.

Mein absolutes Highlight während meiner Zeit in Sibiu war sicherlich das Skilager. Für eine Woche sind wir mit der Klasse und ein paar Eltern nach Paltinis gefahren. Das Skigebiet liegt etwa 30 Minuten mit dem Auto ent-fernt von Sibiu. Man kann sagen klein, aber fein. Für mich persönlich war es optimal, da meine letzte Pisten-abfahrt schon ein paar Jahre zurück lag. Wir wohnten alle zusammen in einer Hütte, die mitten im Skigebiet lag. Jeden Morgen und jeden Nachmittag ging es für uns zwei Stunden auf die Pisten. In dieser Woche hatten wir wirk-lich Glück mit dem Wetter. Sonnig und guter Schnee! Die Stimmung war ausgelassen und wir als Erwachsene ha-ben uns super gut verstanden und hatten trotz kleiner Verständigungspro­bleme eine großartige Zeit. Ich würde sagen, in dieser Woche habe ich meinen Grundwort­schatz Rumänisch erworben.

Außerhalb der Unterrichtszeiten habe ich versucht, so viel wie möglich vom Land zu sehen. Die Eltern der Schüler und vor allem meine Mentorin haben mir dabei geholfen. Mir hat wirklich alles sehr gut gefallen und meine Eindrücke über Land und Leute haben sich nur noch mehr bestätigt. Man unterschätzt die Gastfreund-schaft und die Schönheit des Landes. Rumänien hat wunderschöne Städte und eine einzigartige Natur mit Gebirge und Meer. Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es aber auch: Bukarest. Die Stadt hat mir nicht gut ge-fallen. Vielleicht auch, weil mir Sachen passiert sind, die ich woanders in Rumänien so nicht erlebt habe. Ein Bei-spiel war der Taxifahrer, der mir deutlich mehr Geld ab-nehmen wollte, als wir vorab ausgemacht hatten.

Das jedoch konnte meinem Eindruck von Rumänien nichts anhaben. Ich hatte hier unglaub­lich tolle fünf Wo-chen und wurde herzlichst von allen aufgenommen. Gastfreundschaft wird hier wirklich großgeschrieben und jeder hat versucht, für mich diese Erfahrung einzigartig zu machen. Land, Leute und auch das Essen werde ich sehr vermissen. Aber ich bin mir sicher, in naher Zukunft wieder herzukommen und noch mehr vom Land kennen-zulernen. Ich habe mit Maria, einer Studentin, die eben-falls ein Praktikum an der Schule absolvierte, eine Freun­din gefunden, mit der ich in jedem Fall weiter in Kontakt bleiben möchte. Gleiches gilt für meine Mentorin, von der ich viel lernen konnte.

Doch für mich heißt es jetzt erstmal „La revedere România!“.

Sturz ins Bodenlose
Der Autor Daniel Ursprung berichtet über das Ende der Ceausescu-Diktatur in Rumänien.
(aus Damals 12-2019, www.damals.de)
Ceausescu_20200217scan (2).pdf
PDF-Dokument [1.9 MB]

Aberglauben

Einfach anklicken und sie erfahren mehr über den Aberglauben:

Deutsch-Rumänische Gesellschaft

Mitglieder- und Interessenten-Treffen

am 6. April  2020

ab 18:30 Uhr

fällt aus

 

Restaurant Liborieck, Liboristr. 5,

33098 Paderborn

Mitglieder und Interessenten sind herzlich eingeladen!

Anmeldung nicht erforderlich.


 

Rumänien - heute und morgen

fällt aus

Referent: Joseph Geebelen

Vortrag am 15. Mai 2020

19.00 Uhr, Volkshochschule Paderborn, Raum B 06,

Am Stadelhof 8,

33098 Paderborn

 

Region Moldau - ursprüngliches Rumänien

 

Prof. Dr. Thede Kahle

 

Vortrag am 24. September 2020

19.00 Uhr, Volkshochschule

Paderborn, Raum  B 06,

Am Stadelhof 8

33098 Paderborn

Mitgliederversammlung DTRG

 

fällt aus

 

am 27. April 2020

19 Uhr

Restaurant Liborieck

Liboristr. 5

33102 Paderborn

Der Kreis Hermannstadt / Sibiu

Achtung Rumänien-Reisende

Mit Kreditkarten oder EC-Karten können Sie problemlos in Rümänien an den Bankauto-maten Bargeld abheben.

 

Aber Vorsicht!

 

Prüfen Sie den jeweiligen angegebenen Umtausch-Kurs am Bankautomaten!

Er ist oft viel niedriger als der offizielle Umtauschkurs.

Versuchen Sie es dann an einem anderen Automaten.

Weitere Veranstaltungen 2019

Das Rumänische Generalkonsulat in Bonn teilt mit, dass es ab dem 18. Mai 2016 eine neue Internetseite mit Informationen für ausländische Investoren in Rumänien gibt. Die Internetseite versteht sich dabei als Anlaufstelle für all jene, die erwägen eine Investition in Rumänien zu tä- tigen, und ist als One-Stop-Shop für die ersten Fragen konzipiert. 

Unter www.investromania.gov.ro finden zukünf- tige Investoren Auskünfte zum Beispiel zur all- gemeinen Wirtschaftsentwicklung, dem rumäni- schen Steuersystem aber auch zu Lifestyle und Kultur in Rumänien. Zudem werden 6 stra- tegische Wirtschaftssektoren präsentiert (IT & Communications, Automotive, Aerospace, Landwirtschaft, Biotechnologie, Kreativwirt- schaft), in denen Rumänien Potential für die Zukunft sieht. Die Internetseite ist aktuell in englischer Sprache verfügbar. 

 

Rumäniens Wirtschaft hat seit dem Jahr 2000 von einem starken Investitionszufluss profitiert. Laut Rumänischer Nationalbank betrug der Stand der Auslandinvestitionen Ende 2014 rund EUR 60,2 Mrd. Davon entfallen rund EUR 7,5 Mrd. bzw. 12,4% auf Deutschland. (http://www.bnr.ro/Regular-publications-2504.aspx ; file:///C:/Users/Bpce/Downloads/eFDI2014.pdf).

Die deutsche Wirtschaft sieht auch weiterhin großes Wachstumspotential auf dem rumäni- schen Markt. Zukünftig sind vor allem Erweite- rungsinvestitionen bereits in Rumänien aktiver Firmen zu erwarten.

Kommentare

Es sind noch keine Einträge vorhanden.
Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder

Hier finden Sie uns

DTRG
Sylter Weg 11
33102 Paderborn

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49(0)5251-480540

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.