asasdasd
asasdasd
DTRG
DTRG

Presse

Deutsch:

Siebenbürgische Zeitung - Zeitung der Gemeinschaften der Siebenbürger Sachsen        (http://www.siebenbuerger.de/zeitung/)

 

Allgemeine Deutsche Zeitung/ Rumänien 
                     
(http://www.adz.ro/)

Hermannstädter Zeitung   (http://www.hermannstaedter.ro/)  

Rumänien Online Kurier - Aktuelles aus Wirtschaft, Politik und Kultur

(http://www.zoro.ro)

 

Tägliche Presseschau des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt

(z.Zt. keine Presseschau)

 

 

Rumänisch:

Rumänien Online     
                     
(http://www.rol.ro)

 

Rumänische Presse auf einem Blick/ Ziare, Revista presei, Reviste, Stiri  
                       (http://www.ziare.com)

Presseberichte der DTRG:

Presseartikel zur Ausstellung "Kirchenburgen in Siebenbürgen"

Neue Westfälische vom 23.3.2017

Westfälisches Volksblatt vom 23.3.2017:

Presseartikel Porr Besuch 19.2.2016

Besuch beim Paderborner Bürgermeister Dreier

(von r.n.l): Michael Dreier, Paul Jürgen Porr, Günter Lobin

 

Bürgermeister Michael Dreier empfing rumänischen Gast

 

 

Besuch aus Hermannstadt

Engere Beziehungen mit der in Siebenbürgen (Rumänien) gelegenen Stadt Hermannstadt (Sibiu) regte jetzt Dr. Paul-Jürgen Porr in einem Gespräch bei Bürgermeister Michael Dreier an. Der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien und Mitglied des dortigen Kreistages weilte auf Einladung der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft Paderborn hier und besuchte gemeinsam mit deren Vorsitzenden Dr. Günter Lobin den Bürgermeister. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass Beziehungen wachsen und durch Begegnungen aller Generationen entwickelt werden müssten.

 

Dreier stellte dem Gast Paderborn vor. Er ging ausführlich auf die derzeitige Flüchtlings-situation ein und das große ehrenamtliche Engagement dabei. Paderborn sei eine weltoffene Stadt, die über viele internationale Kontakte verfüge, so Dreier, der als Beispiel die Beziehungen zu den Partnerstädten erläuterte.

 

Die 1.700 Kilometer von Paderborn liegende Stadt in Rumänien ist wie Paderborn auch eine alte Bischofsstadt, die seit 1195 existiert. Ursprünglich als Hermannsdorf gegründet wohnen heute dort 160.000 Menschen, davon etwa 2.000 Deutsche. Hermannstadt war 2007 europäische Kulturhauptstadt. Mit vier Unis und etwa 24.000 Studenten bildet die Stadt ein Zentrum der Wissenschaft.

Westfälisches Volksblatt vom 29.2.2016

Neue Westfälische vom 2.3.2016

Pressemitteilung der DTRG vom 28.3.2015

Kuhnigk, Brok, Lobin

Rumänien - auf dem Weg zum vollwertigen EU-Mitglied

 

Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn hatte Elmar Brok, den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des  Europa Parlaments, eingeladen, um die Interessierten  aus erster Hand über die Beziehungen Rumäniens und der EU zu informieren.

Rumänien, seit 2007 Mitglied der EU, hatte schon 1990 diplomatische Beziehungen zur EU aufgenommen und 1991 ein Handels- und Kooperationsabkommen mit der EU unterzeichnet.

Die weitere Annäherung an die EU war schon deshalb nicht schwierig, weil sich das Land mit seiner Bevölkerung seit Jahrhunderten europäischen Werten verbunden fühlt und sie mit den Ländern der EU teilt. Dies gilt besonders für Deutschland, da beispielsweise die Siebenbürger Sachsen und andere ethnische Gruppen seit vielen Jahrhunderten die gesellschaftliche Entwicklung Rumäniens mitgestaltet haben. Elmar Brok, als damaliger Hauptberichterstatter im großen Beitrittsprozess der damaligen zwölf Länder-Kandidaten, befürwortete den Beitritt Rumäniens, da es die Beitrittsvoraus­setzungen erfüllte.

Die innenpolitische Entwicklung in den letzten Jahren, insbesondere die Wahl von Minister­präsident Ponta, hat zu Richtungsänderungen in der rumänischen Politik geführt, die von EU-Standards abweichen.

Deshalb erwartet Elmar Brok künftig, die Achtung rechtsstaatlicher Grundsätze bei der Bekämpfung der Korruption sowie im Justizapparat und der öffentlichen Verwaltung. Er wünscht sich die Umsetzung weiterer Reformen, wie Ausbau der Infrastruktur, Privatisierung der zahlreichen Staatsunternehmen, verbesserte und zielgenauere Absorption von EU-Mitteln.

„Auch ich werde mich für Rumänien stark machen und im Kampf um Demokratie, Transparenz und somit einen ebenbürtigen und starken Mitgliedsstaat der Europäischen Union einsetzen.“, sagte Elmar Brok als langjähriger Mitgestalter des europäischen Einigungsprozesses, und weiter „Die Bevölkerung Rumäniens verbindet mit der Wahl des neuen Staatspräsidenten Klaus Iohannis die Hoffnung auf eine weitere Annäherung zu einen vollwertigen Mitglied der EU.“  

Presseartikel zur Ausstellung 11.12.2014

Rumänien - eine europäische Kulturlandschaf

Pressemitteilung der  DTRG vom 16.9.2013

Das Problem mit den vielen Straßenhunden in Rumänien

 

Die von der rumänischen Regierung beschlossene mögliche Tötung von Straßenhunden hat die Tierschützer in Deutschland, ja sogar europaweit,  auf den Plan gerufen. Es wird der Ein­druck erweckt, dass es zu sinnlosen Massentötungen von Hunden kommt, obwohl die Fakten sich anders darstellen. Aktueller Anlass für die Einbringung des  Gesetzes war die Tötung eines Kindes in Bukarest durch ein Hunderudel. Diese  bereiten seit längerem Angst und Schrecken bei der Bevölkerung. Die Behörden schätzen die Zahl der Straßenhunde allein in der Hauptstadt Bukarest auf etwa 65.000. Im Jahre 2012 wurden 16.000 Bukarester von  Hunden gebissen. So mussten in diesem Jahr schon 10.000 Personen nach Hundebissen geimpft werden, davon waren 2.000 Kinder. Es ist nur zu verständlich, wenn die Bürgerinnen und Bürger Angst um ihre eigene Sicherheit und die ihrer Kinder haben.

Hundebesitzer, die ihre Tiere der Straße überließen sowie die Ignoranz der Behörden zu han­deln und fehlendes Geld haben z dieser prekären Situation geführt.

Der rumänische Staat musste bei dieser oben dargestellten Größenordnung des Problems  - im Interesse seiner Bürger - Vorschläge zur Lösung machen.

Das Gesetz sieht vor, dass eingefangene Straßenhunde 14 Arbeitstage in einem Tierheim untergebracht werden. In dieser Zeit können diese Hunde vom alten Besitzer abgeholt oder von einem neuen Besitzer kostenlos adoptiert werden.

Erst nach negativen Verhandlungen entscheiden die Kommunen über das weitere Schicksal der Tiere. Dies ist dann abhängig von mehreren Faktoren. Hier helfen Spenden die Situation zu verbessern. So kann auch die Praxis der Sterilisierung intensiviert werden, die in einigen Städten erfolgreich durchgeführt wird. Die Tötung als letzte Konsequenz ist also erst nach Ausnutzung aller anderen Möglichkeiten vorgesehen.

Viel wichtiger wird es aber sein, die Menschen zu einem verantwortungsvollen und tierge­rechten Umgang mit den Hunden zu erziehen, denn sie sind letztlich die eigentliche Ursache für die heutige Situation. Hier haben offenbar die rumänischen Tierschutzorgani­sationen kläglich versagt.

 

 

Pressemitteilung der  DTRG vom 25.4.2013

 

Siebenbürgen – eine einmalige Kirchenburgenlandschaft

Siebenbürgen oder Transilvania liegt in der Mitte des heutigen Rumäniens, umgeben von  den  bis zu 2500 m hohen Karpaten.  Im 12. Jahrhundert holte der ungarische König Geisa II. , Siedler in dieses damals unbewohnte Land um es zu bewirtschaften, aber vor allem auch um es gegen die einfallenden Horten aus dem Osten und dem Süden zu verteidigen und zu sichern.  Sie kamen vor allem aus dem heutigen Luxem­burg, Rheinland-Pfalz, Moselgebiet und wurden erst dort zu den Siebenbürger Sachsen. Neben den Ungarn und Rumänen leben aber auch andere ethnische Gruppen in diesem Gebiet.

Zum Schutz der Bevölkerung errichtete man schon früh  burgartige Verteidigungsan­lagen aus Holz oder Erdwällen auf nahe gelegenen Hügeln.  Später folgten aus Stein errichtete Kirchen, in die die Bauern  bei Gefahr fliehen konnten.

Im Jahr 1241 zerstörten die einfallenden Mongolen viele Siedlungen der Sieben­bürger Sachsen, aber auch anderer ethnische Gruppen. Dies führte dazu, dass die vorhandenen Befestigungen verstärkt und erweitert wurden. Da die Kirchen schon häufig aus Stein errichtet waren, blieben sie Mittelpunkt für derartige Schutzmaß­nahmen.

Anfang des 15.Jahrhunderts, nach zweihundert Jahren Frieden, überfielen die Osma­nen Siebenbürgen. Dies  war die „Geburtsstunde“ der Kirchenburgen in Sieben­bürgen.  Nun wurde verstärkt in diese Zufluchtsorte investiert. Neben der Errichtung mehrfacher hoher und dicker Ringmauern mit hohen Türmen baute man in diesen Burgen auch Unterkünfte für die Bewohner der Dörfer. So hatte jede Familie in der Kirchenburg Tartlau eine Kammer mit den entsprechenden Lebensmitteln, so  dass innerhalb der Burg ein normales Leben weiter gehen konnte.  Obwohl das Dorf mehr als dreißig Mal überfallen und teilweise zerstört wurde, konnte die Burg, die heute sehr gut restauriert ist,  nie eingenommen werden.

Heute gibt es noch etwa 150 erhaltene Kirchenburgen in Siebenbürger. Dazu zählt auch die wohl bedeutendste Kirchenburg in Birthälm, dem ehemaligen Bischofssitz in der Nähe von Mediasch. 

Der Referent Rainer Lehni stellte einige Kirchenburgen bzw. Wehrkirchen Sieben­bürgens vor und erläuterte ihre bautechnischen Merkmale sowie ihre geschichtliche Bedeutung für die damaligen Bewohner.  Da diese Einrichtungen in den letzten 200 Jahren für ihre ursprüng­lichen Zwecke bedeutungslos wurden, sind einige Kirchen­burgen verfallen bzw. abgetragen worden.  Die Steine verwendete man  für andere Zwecke, z.B. den Bau von Schulen. Teilweise nutzt auch die orthodoxe Kirche diese Einrichtungen für ihre Gläubigen, weil   nur noch wenige Sachsen in Siebenbürgen leben.

Trotz zahlreicher Sanierungen mit privaten und öffentlichen Mitteln gibt es noch viel zu tun, um diese Zeugen der Vergangenheit der Siebenbürger Sachsen zu erhalten.

Pressemitteilung der  DTRG vom 9.4.2013

 

Dracula lebt?!

Von einem Volksglauben aus Südosteuropa und seiner Karriere im Rest der Welt

Peter Mario Kreuter, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg

Unter einem Vampir, der ein gesamtbalkanisches Phänomen ist, wird ein wiederkehrender Toter verstanden, der sein Grab verlässt, um Lebende zu schädigen oder sogar zu töten, das Vieh zu ruinieren oder Schaden zu verursachen. In seinem Äußeren entspricht ein Vampir dem jeweiligen Verstorbenen – der Leichnam ist stets in gutem Zustand. Es gibt eine Fülle von Merkmalen für den Vampir, die aber je nach Region oder sogar Dorf differieren können. Besonders interessant ist die Überzeugung, dass ein Vampir keinen Schatten und kein Spiegelbild habe, obwohl er einen Körper besitzt. Er verlässt sein Grab weitgehend nach freiem Willen, doch meidet er gewisse Zeiten, meist bestimmte Festtage sowie den Samstag. Vampire sind nur selten lichtscheu, und vor allem in Rumänien glaubt man, dass ein Vampir am Tage sehr wohl existieren könne.

Viele der aus Literatur und Kino bekannten Abwehrmaßnahmen lassen sich auch im Volksglauben wiederfinden – mit Knoblauch werden die Särge verdächtiger Toter oder Fensterritzen und Türschlösser von Häusern eingerieben, ein Pflock ins Herz vernichtet den Vampir ebenso wie die Verbrennung des Leichnams, und um den Zähltick sowie die leichte Blödigkeit des Untoten auszunutzen, streut man Mohnkörner oder Sonnenblumenkerne in den Sarg, auf dass sich der Vampir ans Zählen mache und dabei immer wieder verzähle.

So exotisch dieser Volksglauben auch wirken mag – letztlich ist der Vampir nichts anderes als die balkanische Spielart des Wiedergängers. Furcht vor dem Toten und die Angst vor seiner Wiederkehr kennt man auch in Mittel- und Westeuropa. Gerade in Deutschland weit verbreitet war der Nachzehrer, ein Toter, der zwar sein Grab nicht verlässt, aber bis zu seiner endgültigen Verwesung durch sympathetische Kräfte Familie und Freunde sterben lässt.

Ein konkretes Vorbild für seinen Vampirgrafen hatte Bram Stoker übrigens nicht, als er an seinem Roman „Dracula“ arbeitete. Die immer wieder kolportierte Behauptung, der walachische Fürst Vlad III. Drăculea (1431-1477) habe ihn inspiriert, stimmt nur höchst eingeschränkt. Der Beiname hatte es ihm angetan; vom Leben Vlads III. selber wußte Stoker so gut wie nichts.

Pressemitteilung der  DTRG vom 29.10.2012

Dr. Benrd Fabritius

 

Die Siebenbürger Sachsen lieben ihre Heimat !

 

Wenn die Siebenbürger Sachsen ihren Heimattag feiern, dann kommen mehr als zwanzig­tausend Teilnehmer ins fränkische Dinkelsbühl. Vor etwa 900 Jahren kamen die ersten Deutschen in dieses Land umgeben vom Karpatenbogen, gerufen vom ungarischen König. Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs gehört diese Region zu Rumänien. Die damalige deutsche Minderheit sprach sich für den Verbleib in Rumänien aus. Allerdings blieb die versprochene Autonomie für die deutsche Minderheit nur ein „Versprechen“, so der Vor­sitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen bei einem Vortrag der Deutsch-Rumä­nischen Gesellschaft in Paderborn. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg mussten sie für die Kollektivschuld Deutschlands mit Zwangsarbeit und Enteignung im kommunistischen Rumänien bezahlen. Nach diesen Erfahrungen wundert es nicht, dass nach der Wende im Jahre 1989 ein Auswandern fast der gesamten Siebenbürger Deutschen erfolgte. Sie hinter­ließen eine Leere in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in Rumänien.

Dr. Bernd Fabritius: „Wir hatten keinen Unfrieden mit den rumänischen Landsleuten in Siebenbürgen. Unser Feind war der Staatsapparat.“ Inzwischen bedauert diesen Weggang auch die rumänische Regierung. Sie bedauert, dass die Deutschen nicht geblieben sind, „wo ihre Vorfahren und sie selbst über acht Jahrhunderte einen Raum des Wohlstandes und der Toleranz geschaffen haben“, so der rumänische Innenminister 2010 beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen. Der rumänische Außenminister hat  2011 am gleichen Ort, dass den Deutschen in Rumänien verursachte Leid als „Unrecht“ anerkannt und sich vor den Opfern verneigt.

"Mit diesen Bekenntnissen kann ein Dialog auf gleicher Augenhöhe geführt werden, der in der Europäischen Union zu großen Hoffnungen Anlass gibt, europäisches Bewusstsein stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Dies sollte beispielgebend für die anderen Gruppie-rungen von  Heimatvertriebenen und den Regierungen ihrer heutigen Heimatländer sein." so  Dr. Guenter Lobin, Vorsitzender der Deutsch-Rumaenischen Gesellschaft Paderborn.

 

 

Presseartikel zur Ausstellung: Das Banat - Eine Reise durch Europa

Westfälisches Volksblatt vom 5.10.2012

Das Banat als Beispiel für erfolgreiche Integration

Ausstellung im Paderborner Kreishaus bis zum 19.Oktober 2012

(v. links): H. Kuhnigk, Stv. Vorsitzender der Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn, Landrat M. Müller und Dr. G. Lobin, Vorsitzender der Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn, präsentieren bei der Eröffnung den Cosenac, ein rumänisches Gebäck.

 

Kreis Paderborn (WV) Das Banat ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie das Miteinander verschiedener Völker in einer Region funktionieren kann. Die bis zum 19. Oktober im Paderborner Kreishaus gezeigte Ausstellung „Das Banat – Eine Reise durch Europa“ ist deshalb brandaktuell. Landrat Manfred Müller betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass “wir unseren Frieden, auf den wir jetzt 67 Jahre zurückblicken können, einem vereinten Europa verdanken“. Deshalb freue es ihn sehr, dass die Deutsch-Rumänische Gesellschaft daran arbeite, dieses kulturelle Erbe zu bewahren.Gezeigt wird in der Ausstellung die wechselvolle Geschichte eines Landstrichs in Südosteuropa, der in den vergangenen 300 Jahren für viele Siedler, insbesondere Schwaben, Pfälzer, Bayern und auch Tschechen, Italiener, Spanier und Franzosen, zur neuen Heimat wurde. Das Banat ist auch die Heimat von Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller, die am 29. Oktober von der Universität Paderborn die Ehrendoktorwürde verliehen bekommt.

Das Banat befindet sich im Dreiländereck Ungarn-Serbien-Rumänien und wird von den Grenzflüssen Marosch im Norden, der Theiß im Westen, der Donau im Süden und den westlichen Ausläufern der Süd-Karpaten im Osten begrenzt. Angeworben worden waren die Siedler von der österreichischen Monarchie, die den Völkern entlang der Donau ein neues Zuhause geboten hatte. Die Bedingungen waren anfangs sehr schlecht: Die Siedler fanden das Banat als nahezu menschenleeres, von Wäldern durchzogenes Sumpfland vor. Seuchen, Fiebererkrankungen und Hunger begleiteten die Ankömmlinge in den ersten Jahren. „Den Ersten der Tod, den Zweiten die Not, den Dritten das Brot“, lautete ein Spruch unter den Banater Schwaben, der für alle Ansiedler, die aus den verschiedenen Regionen Europas kamen, galt.

Nach zwei bis drei Generationen aber gelang mit enormem Kraftaufwand und unter vielen Rückschlägen die Rekultivierung. „Diese Entwicklung möchten wir in der Ausstellung zeigen“, sagt Dr. Günter Lobin,erster Vorsitzender der Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn e.V.; Gezeigt werden auchDokumente über die Siebenbürger Sachsen, die bereits seit dem 12. Jahrhundert im heutigen Transsilvanien siedelten.

Die Ausstellung konzentriert sich vor allem auf das Kulturerbe der Banater Schwaben, ohne aber die anderen Gruppen wie beispielsweise die Rumänen, Ungarn, Serben, Slowaken, Tschechen, Italiener, Spanier oder Franzosen zu vergessen.

Die Mehrheit der Donauschwaben kam aus Franken, Bayern, Österreich, Lothringen, Rheinpfalz sowie aus dem Sauerland. Trotz vieler politischer Veränderungen und einer multiethnischen Gemeinschaft gelang ein tolerantes Zusammenleben, geprägt durch die kulturellen Traditionen und ihre unterschiedlichen Einflüsse.

Veranstalter sind der Kreis Paderborn und die Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn e.V. - Dr. Günter Lobin und Harald Kuhnigk, zweiter Vorsitzender der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft, sind während der Zeit der Ausstellung dienstags von 14-16 Uhr und donnerstags von 15-18 Uhr im Foyer, um Fragen der Besucher zu beantworten.

 

OWL am Sonntag vom 26.8.2012

 

 

Abenteuer Auslandspraktikum

Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn vermittelt Praxiserfahrungen für Lehramtsstudenten

Von Christina Ritzau
Paderborn. Auslandserfahrungen schmücken heute fast jeden Lebenslauf. Günter Lobin möchte Vorurteile ausradieren und junge Menschen nach Rumänien schicken. Der Vorsitzende der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft vermittelt Praktikanten an rumänische Schulen - mit Erfolg.

»Wer über ein Land urteilt, muss da gewesen sein. Wenn man es erlebt, sieht es ganz anders aus«, meint Günter Lobin (69) angesichts verbreiteter Stereotype gegenüber Rumänien. Während das Deutschlandbild der Rumänen positiv sei, heiße es hierzulande oft vorschnell, Rumänen seien kriminell. Auch der Meinung, dass das südosteuropäische Land nichts zu bieten habe, begegnet Lobin häufig.
Von diesen Vorurteilen haben sich die jungen Frauen, die ihm gegenüber sitzen, nicht abschrecken lassen. Pauline Hunstig (24) und Delphine Launay (26) waren vier Wochen in Rumänien. Dort arbeiteten die Lehramtsstudentinnen an Schulen mit der Unterrichtssprache Deutsch in Hermannstadt (Sibiu) und Temeswar (Timisoara).
Ihr Fazit ist rundum positiv. »Die Rumänen sind extrem gastfreundlich und hilfsbereit. Sie freuen sich sehr, wenn man sich integrieren will, viele Fragen stellt und sie einen Teil ihrer Kul­tur vermitteln können. Mit meinen Kollegen habe ich mich zum Beispiel oft privat getrof­fen oder Besichtigungen gemacht«, erzählt Delphine Launay begeistert. Die Französin stu­diert in Paderborn Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen mit den Fächern Französisch und Geschichte. Für das Fachpraktikum hatte sie sich in vielen Ländern beworben: Ägypten, Tschechien, Belgien, Rumänien. . . Das Praktikum im Auslandsschuldienst am Gymnasium Bruckenthal (Hermannstadt) wird von der Uni Paderborn anerkannt.
Nicht so bei Pauline Hunstig. Die Paderbornerin studiert an der Uni Mainz die gleichen Fächer. Dort müsse man alle Fachpraktika in Rheinland-Pfalz absolvieren, erzählt sie. »Ich habe das Praktikum nur für mich gemacht. Rumänien ist wie eine zweite Heimat für mich, weil ich dort Freunde habe und immer wieder hinfahre.« Durch ihren einjährigen Freiwilli­gen­dienst in Bukarest nach dem Abitur war Pauline Hunstig mit Land, Leuten und Sprache vertraut. »Im Praktikum habe ich aber kein Rumänisch gebraucht«, sagt sie, um Angst vor Sprachbarrieren vorzubeugen.
Im Alltag ist die Landessprache natürlich hilfreich. Wer Latein, Französisch oder eine andere romanische Sprache kann, lernt leichter Rumänisch. »Man muss ungefähr ein Vierteljahr dort gewesen sein, um sich gut verständigen zu können«, schätzt Harald Kuhnigk (63), stellvertre­tender Vorsitzender der Gesellschaft.
In den 90er Jahren hatte Lobin, ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Paderborn, den ersten Kontakt nach Rumänien. In Hermannstadt unterrichtet er seit Ende der 90er Jahre als Honorarprofessor. Die universitäre Tätigkeit sei aber unabhängig vom Engagement für die Deutsch-Rumänische Gesellschaft, erklärt Lobin, der drei bis vier Mal jährlich nach Rumä­nien reist.
Ebenso wie das rumänische Hochschulwesen unterscheidet sich auch der Schulalltag vom deutschen. Der Unterricht in Rumänien ist frontaler, direkter, es gibt weniger Gruppen- und Projektarbeiten. Pauline Hunstig hat gelernt: »Die Schüler sind sehr höflich und stehen immer auf, wenn sie etwas sagen. Das ist eine ganz andere Kultur, da kann man nicht einfach mit di­daktischen Ideen von der deutschen Uni ankommen.« Für die Paderbornerin war es interes­sant, das Land »auf einem Niveau mit Deutschland kennen zu lernen«. »Im ganz normalen Schulbetrieb sieht man Rumänien nicht nur als armes Land.«
Durch positive Erfahrungswerte wie diese will die Deutsch-Rumänische Gesellschaft Pader­born das Image Rumäniens aufbessern. Die Zahl der Plätze ist jedoch begrenzt. »Es muss schon ein Gymnasium sein, in dem die Unterrichtssprache Deutsch ist«, erklärt Lobin. Fünf Praktikantinnen hat er bereits an rumänische Schulen vermittelt, zwei weitere Paderborner Studentinnen stehen in den Startlöchern. Für sie beginnt am Gymnasium Bruckenthal Anfang September das Abenteuer Auslandspraktikum.

Pressemitteilung der DTRG vom 17.7.2011

 

Ein Hohenzoller auf Rumäniens Thron

Wie kam es dazu? Um diese Frage zu beantworten hatte die Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn (DTRG) einen Fachmann eingeladen. Dr. P. M. Kreuter vom Südost-Institut aus Regensburg berichtete über eine Fülle von Einzelheiten aus der Gründungsphase Rumäniens. Dieser Prozess begann mit den Revolutionen im Jahre 1821 in den Fürstentümer Walachei und Moldau, die zum Sturz der griechischen Fürsten führten. Danach verstärkte sich der Druck Russlands, vor allem auf die Moldau, bis schließlich im Jahre 1829 russische Truppen unter General Kisseljow in die Fürstentümer einmarschierten. Bis 1858 standen sie dann unter dem Protektorat Russlands. 1831/32 entwarf Kisseljow eine Verfassung, das sog. Organische Reglement, welches zwar Parlamente in den Fürstentümern einrichtete, in denen aber nur der Klerus und der Adel vertreten waren. Doch diese ersten parlamentarischen Versuche konnten die soziale Situation nicht stabilisieren. Es kam 1848 zu Unruhen, die vom russischen Militär niedergeschlagen wurden. Auf Druck von England und Frankreich mussten die Russen nach dem Krimkrieg 1856 die Fürstentümer verlassen. Danach erfolgte 1859 die Wahl von Alexandru Ioan Cuza zum Fürsten der beiden Fürstentümer, die ab 1861 Rumänien hießen. Seine weitreichenden Reformen fanden keinen Anklang beim Adel. Er wurde 1866 gestürzt. Unter Berücksichtigung der allgemeinen politischen Lage ging es nun darum, eine „starke Herrscherpersönlichkeit“ zu suchen. Die Wahl fiel auf den Prinzen Karl Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen, dem späteren König Carol I., der 48 Jahre herrschen sollte. Die endgültige Souveränität erfolgte 1881 mit der Ausrufung des Königreiches Rumänien und der Krönung Carol I. Seine Nachfolger regierten noch bis 1947. In diesem Jahr wurde König Mihai I. auf Druck der Kommunisten gestürzt.

Der lehrreiche und interessante Vortrag ließ begeisterte Zuhörer zurück. Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft setzt die Vortragsreihe über Rumänien fort mit einer Veranstaltung am 17.September 2011 über die Stadt Bukarest. Weitere Informationen  unter 05251-480540 oder www.deutsch-rumaenische-gesellschaft-paderborn.de

Pressemitteilung der DTRG vom 26.3.2011

 

Das Securitate-Hinterlassenschaft in Rumänien wartet weiter auf eine baldige Lösung

 

Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn hatte zu einem Vortrag über die schwierige Hinterlassenschaft der Securitate eingeladen. Die Teilnehmer hörten interessante Ausführun-gen des Referenten Professor Sterbling, der als Rumänien-deutscher zu Ceausescu‘s Zeiten Mitbegründer  der regimekritischen Aktionsgruppe Banat war und deswegen seine Heimat verlassen musste. Als Betroffener der Securitate-Aktionen  gelang es ihm die Situationen  der Beobachteten und der Beobachter in dieser Zeit sehr realistisch darzustellen.

Dabei ginge es ihm darum anhand von Beispielen die Täter-Opfer-Beziehungen genauer darzustellen und auszuleuchten. So waren die Täter meist Freunde, Gleichgesinnte oder Vertraute, die ihre Informationen an die Securitate weitergaben. Andererseits waren Täter in manchen Fällen auch Opfer der Securitate, weil sie nicht freiwillig zu diesen „Diensten“ bereit waren, sondern erpresst wurden. Obwohl die Wende in Rumänien schon über zwanzig Jahre zurück liegt, hat im Gegensatz zu Deutschland, die Aufarbeitung dieser Problematik noch gar nicht richtig begonnen. Zu viele Hindernisse und offenbar das Desinteresse der politisch Verantwortlichen verzögern oder verhindern die Aufklärung der Securitate-Vergangenheit. Hinzukommt, dass selbst bei offiziell bestätigter Mitarbeit als IM, die Betreffenden den Sachverhalt leugnen. Teilweise gehen die inzwischen in Deutschland lebenden Täter gerichtlich gegen ihre  Opfer vor. Schwieriger Aktenzugang, Vorenthaltung oder Hinauszögern von Mitteilungen über Klarnamen der IM’s werden die Aufarbeitung dieser Hinterlassenschaft wohl noch lange andauern lassen. Trotzdem ist Sterbling der Auffassung, dass „diese „Hyptohek“ der Vergangenheit gründlich aufzuarbeiten ist.“

Bild(v.r.): Professor Dr. Sterbling und Dr. Lobin im Gespräch

Presseartikel zur Ausstellung: Die Ikone zwischen Tradition und Moderne

Westfälisches Volksblatt vom 21.9.2010

Neue Westfälische vom 22.9.2010

Pressemitteilung 24.5.2010

 

Rumänischer Abgeordneter O. Ganţ: Paderborn ist eine liebenswerte und interessante Stadt

 

Der rumänische Abgeordnete Ovidiu Ganţ, der im Bukarester Parlament die Interessen der deutschen Minderheit in Rumänien vertritt, war auf Einladung der Deutsch-Rumänischen Gesell-schaft(DTRG) nach Paderborn gekommen. Nach einem kurzen Stadtrundgang war er sehr angetan von dieser Stadt. „Paderborn ist eine interessante und liebenswerte Stadt, die mir sehr gefällt.“ so Ovidiu Ganţ.

Zahlreiche Zuhörer hörten am Abend  im ehemaligen Kundenzentrum von E.ON, einen informativen Vortrag über die politische Situation in Rumänien. Ovidiu Ganţ konnte so manches Vorurteil ausräumen, aber er zeigte auch die noch vorhandenen Schwachstellen auf. So sieht er Verbes-serungsmöglichkeiten vor allem in den Bereichen Verwaltung, Justiz und Umweltschutz. In der Verwaltung fehlen beispielsweise Kenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit dem europäischen Regelwerk der Bürokratie. Dies führt u.a. dazu, dass Gelder für wichtige Projekte nicht oder nicht ausreichend abgerufen werden können. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die eigenen nationalen  Regeln des allgemeinen Verwaltungs­handelns nach dem Zusammenbruch des Sozialismus neu gestaltet werden müssen. Man konnte nicht einfach, wie im Falle Ost- Deutsch-lands, die Regeln aus dem Westen Deutschlands importieren.

Anders sieht es in der Justiz aus. Dort gibt es schon gute Regeln und Gesetze, aber die Umsetzung bereitet noch große Schwierigkeiten, insbesondere auch bei der Bekämpfung der Korruption.

Erst in letzter Zeit beginnt man, sich verstärkt für den Schutz der Umwelt zu interessieren. Die Chancen für die Nutzung der Wind- und Wasserkraft sind sehr gut. Hier bieten sich für in- und ausländische Investoren gute Möglichkeiten. Viele Investoren aus Europa, aber insbesondere aus Deutschland  und auch aus OWL, nutzen  bereits  seit vielen Jahren die guten Voraussetzungen für wirtschaftliche Aktivitäten.

„Auch wenn wir vom westeuropäische Niveau noch weit entfernt sind“, so der Abgeordnete Ovidiu Ganţ, „befindet sich Rumänien auf einem guten Weg, aber es wird noch einige Jahre dauern bis der Prozess der Annäherung an westeuropäisches Niveau erreicht ist.“

Die anschließende lebhafte Diskussion zeigte,  dass großes Interesse an weiteren Informationen über das Land und seine Bürger vorhanden  ist.  „Die Geschichte Rumäniens ist stark von Deutschen mit geprägt worden, wie beispielsweise von den Siebenbürger Sachsen, den Donau Schwaben bis hin zum späteren König von Rumänien, der  aus dem Haus der Hohenzollern kam.“ so der Vorsitzende der DTRG, Dr. Günter Lobin, und "Rumänien ist und bleibt ein interessantes Land für die Deutschen.“

Neue Westfälische vom 26.1.2010:

9.12.2009:

 

Rumänienhilfe weiter dringend notwendig

Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn hatte eingeladen, um Hilfspro­jekte vorzu­stellen und Erfahrungen auszutauschen. Es gibt, insbesondere seit dem Zusammen­bruch des Sozialismus, zahlreiche Hilfsmaßnahmen zur Verbesserung der Lebens­verhältnisse in diesem schönen, aber armen Land.  Man muss sich nur an die Bilder aus den Kinderheimen erinnern, die damals um die Welt gingen und viele Hilfen veranlassten. Es gab, und es gibt auch heute noch, für viele Menschen Lebensumstände, die menschenunwürdig sind. Gerade Organisa­tionen aus dem Ausland spielen für die Verbesserung der Lebensver­hält­nisse der zahlreichen Personen eine besondere Rolle. Sie waren die Ersten und häufig Einzigen, die nach dem Zusammen­bruch halfen, weil es gar keine staatlichen Einrichtungen für diese Aufgaben gab. Sie halfen die schwerste Not zu lindern. So berichtete Katharina Linnemann, die den Verein Kinderreigen seit vielen Jahren mit den von ihr gesammelten Spenden großzügig unterstützt, von den Lebensum­stän­den der Waisenkinder in Libova, einem Ort im Banat. Die von ihr ge­zeigten Bilder ließen erahnen, wie schrecklich die Lebensumstände waren.  Mit den Spen­den konnte zahlreichen Waisenkindern eine liebevolle Betreuung und Erziehung in der Geborgen­heit von Familien ermöglicht werden. Die leuchtenden Kinderaugen bei ihren Besuchen zeigen, dass diese Hilfe sinnvoll und wirkungsvoll ist.

Die Franziskanerinnen aus Salzkotten unterstützen in der Stadt Caransebeş(Banat) Kinder aus sozial schwachen Familien und betreuen alte Menschen in einer Sozialstation und im Alten­heim oder im Krankheitsfall  zu Hause. Wenn man bedenkt, dass ein Versorgen mit Medika­menten, das Vorhalten einer Waschküche und einer Kleiderkammer nach wie vor wichtige und zum Teil überlebenswichtige Dinge sind, dann wird auch deutlich, dass die staatliche Für­­­­­sorge auch heute bei weitem  nicht ausreichend ist.

Schwester Arnoldis von den Salzkottener Franziskanerinnen, wie  Katharina Linnemann vom Kinderreigen, sind der Auffassung, dass auch in Zukunft Hilfe für die große Anzahl von Ar­men in Rumänien unerlässlich ist. Dort wird „arm“ nicht nach Prozenten des Durch­schnitts­­­einkommens definiert, sondern da geht es häufig einfach nur um das tägliche Überleben.

Die Deutsch-Rumänische Gesellschaft Paderborn unterstützt diese Projekte. Wer dies auch tun möchte, kann sich an uns wenden. Adresse: DTRG, Sylter Weg 11, 33102 Paderborn oder über e-mail: dtrg.pb.@t-online.de. Spendenkonto 8742398800  BLZ 472 601 21 bei der Volksbank PB-HX-DT. Kennwort: Franziskanerinnen oder Kinderreigen

 

 

Pressemitteilung 18.4.2010

 

 

Der globale Wettbewerb und  der Verfall der Preise zwingen Unternehmer laufend über Kostensen-kungen nachzudenken. Kann deshalb eine Investition im Ausland helfen? 

Eine Antwort auf diese Frage versuchte der Geschäftsführer des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen aus Hermannstadt, Jörg Prohaszka, zu geben. Die Deutsch-Rumänische Gesell­schaft hatte ihn nach Paderborn eingeladen, um über die Vor- und Nachteile von Investitio­nen, speziell bei Neugründungen von Firmen im jungen EU-Mitglied Rumänien zu berichten. Es zeigte sich, dass vor dem Erfolg doch zahlreiche Hindernisse aus dem Weg zu räumen sind, die mit der Ökonomie nicht unmittelbar zu tun haben.  Notwendig ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung eines solchen Einstiegs. Dazu gehören Informationen aus den verschie­den­sten Bereichen der dortigen Gesell-schaft. Dies beginnt mit allgemeinen Lebensbedingungen in diesem Land, setzt sich fort mit Informationen über die politischen, sozialen, kulturellen Bedingungen sowie menschlichen Verhal-tensweisen, und endet mit konkreten Fakten über vor­­handene Fachkräfte und deren Qualifikation sowie steuerlichen und juristischen Details.

„Es ist also ein ganzes Bündel von Antworten notwendig, bevor eine Investition erfolgen sollte, die erfolgreich wird.“, so Jörg Prohaszka. Die Rahmenbedingungen sind sorgfältig zu analysieren. So ist es beispielsweise sehr wichtig, die andere Mentalität der Rumänen und der dort lebenden Minderheiten anzuerkennen und sich damit auseinander zu setzen. Die Unter­schie­de sind für uns Deutsche teilweise unverständlich und stimmen nicht immer mit unserer Erwartungshaltung überein. Rumänien ist ein europäisches Land mit eigener Geschichte, Kul­tur und Soziologie. In seiner Andersartigkeit, wie der Liebenswürdigkeit und Hilfsbereit­schaft seiner Menschen und der schönen Landschaft, entschädigt Rumänien seine Investoren aber für manchen Ärger  in diesem Land.

Hinweise sachkundiger und erfahrener Teilnehmer vervollständigten, im Beisein eines Vertre­ters des rumänischen Generalkonsulats in NRW, den sehr informativen und  interessanten Abend in den Räumen der Kreishandwerker­schaft Paderborn.

Den vorgchlagenen Erfahrungsaustausch in der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft Paderborn fortzusetzen nahm der Vorsitzende Dr. Günter Lobin gerne auf. Weitere Informationen www.deutsch-rumaenische-gesellschaft-paderborn.de .